einem hochautomatisierten Logistikzentrum vergleichen, das tausende einzelner Transportboxen gleichzeitig im Blick hat
Was steckt dahinter?
Kubernetes lässt sich am besten mit einem hochautomatisierten Logistikzentrum vergleichen, das tausende einzelner Transportboxen gleichzeitig im Blick hat: Es weiß, wo jede Box gerade steht, ersetzt beschädigte Boxen automatisch durch neue und verteilt den Warenfluss so, dass kein Lagerabschnitt überlastet wird. Während Docker das Werkzeug ist, um einzelne Container zu bauen und zu starten, übernimmt Kubernetes die Verwaltung sehr vieler Container im großen, oft unternehmenskritischen Maßstab. Konkret kümmert sich Kubernetes automatisch darum, abgestürzte Container neu zu starten, die Last gleichmäßig auf mehrere Instanzen einer Anwendung zu verteilen (eine Form des Load Balancing) und die Anzahl laufender Container je nach aktueller Auslastung automatisch zu erhöhen oder zu verringern – ein zentraler Baustein moderner Skalierbarkeit. Ursprünglich von Google entwickelt, ist Kubernetes heute Open Source und wird von praktisch allen großen Cloud-Anbietern unterstützt. Der Einsatz von Kubernetes lohnt sich vor allem für größere, komplexe Anwendungen mit vielen einzelnen Diensten (Microservices), bei denen die manuelle Verwaltung einzelner Container schlicht nicht mehr praktikabel wäre. Für kleinere Projekte gilt Kubernetes häufig als überdimensioniert, da der Konfigurations- und Lernaufwand erheblich höher ist als bei einfacheren Hosting-Lösungen wie PaaS.