Virtual Private Server (VPS)

Alltags-Analogie

eine Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus

Was steckt dahinter?

Ein VPS funktioniert wie eine Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus: Mehrere Parteien teilen sich dasselbe Gebäude (die physische Hardware), aber jede Wohnung ist klar abgegrenzt, mit eigenem Schlüssel und eigenem Wohnraum, in dem man unabhängig von den Nachbarn wirtschaften kann. Technisch wird dabei ein einzelner physischer Server mittels Virtualisierungssoftware in mehrere voneinander unabhängige, virtuelle Server unterteilt, jeder mit eigenem Betriebssystem und eigenen zugewiesenen Ressourcen (Arbeitsspeicher, Prozessorleistung, Speicherplatz). Ein VPS bietet einen sinnvollen Mittelweg zwischen dem preisgünstigen, aber stark eingeschränkten Shared Hosting und einem komplett eigenen, dedizierten physischen Server, der für viele kleinere und mittlere Projekte schlicht überdimensioniert wäre. Anbieter wie DigitalOcean, Hetzner oder Linode haben mit günstigen, leicht zu verwaltenden VPS-Angeboten einen großen Teil des Hosting-Markts für Entwickler und kleinere Unternehmen erschlossen. Wer einen VPS betreibt, übernimmt im Vergleich zu PaaS- oder SaaS-Lösungen deutlich mehr Eigenverantwortung: Betriebssystem-Updates, Sicherheitskonfiguration, Installation und Wartung der benötigten Software müssen selbst erledigt werden, was entsprechendes technisches Wissen voraussetzt. Im Gegenzug bekommt man dafür volle Kontrolle über die Umgebung und meist ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als bei fertig verwalteten Lösungen.