dem Bezug von Strom aus dem öffentlichen Netz vergleichen, statt ein eigenes Kraftwerk zu bauen und zu betreiben
Was steckt dahinter?
Cloud Computing lässt sich am besten mit dem Bezug von Strom aus dem öffentlichen Netz vergleichen, statt ein eigenes Kraftwerk zu bauen und zu betreiben. Statt Server, Speicher und Datenbanken selbst anzuschaffen, in einem eigenen Rechenzentrum aufzustellen und ständig zu warten, bezieht man diese IT-Ressourcen flexibel über das Internet von einem spezialisierten Anbieter – etwa Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure oder Google Cloud – und bezahlt in der Regel nur für das, was tatsächlich genutzt wird. Dieser Wandel von festen Investitionen (eigene Hardware kaufen) zu flexiblen, nutzungsabhängigen Kosten hat die IT-Branche in den letzten zwei Jahrzehnten grundlegend verändert. Start-ups können heute mit minimalem Kapitaleinsatz eine global skalierbare Infrastruktur aufbauen, die früher nur Großunternehmen mit eigenen Rechenzentren zur Verfügung stand. Gleichzeitig übernimmt der Cloud-Anbieter viele Aufgaben, die früher eigene IT-Abteilungen erledigen mussten: Stromversorgung, Kühlung, physische Sicherheit der Hardware und oft auch grundlegende Wartungsarbeiten. Cloud Computing wird üblicherweise in mehrere Service-Modelle unterteilt, die sich darin unterscheiden, wie viel Verantwortung beim Kunden bleibt und wie viel der Anbieter übernimmt: IaaS bietet die größte Kontrolle, aber auch die größte Eigenverantwortung, PaaS liegt in der Mitte, und SaaS liefert fertige Software, um die man sich überhaupt nicht mehr selbst kümmern muss.