das Mieten eines leeren Rohbaus
Was steckt dahinter?
IaaS funktioniert wie das Mieten eines leeren Rohbaus: Wände, Fundament und ein Stromanschluss sind vorhanden, aber den gesamten Innenausbau – von der Verkabelung bis zur Einrichtung – muss man selbst übernehmen. Bei Infrastructure as a Service stellt der Cloud-Anbieter lediglich grundlegende, virtuelle Ressourcen wie Server, Speicher und Netzwerkkomponenten bereit, die der Kunde komplett selbst administrieren, konfigurieren und absichern muss. Bekannte Beispiele sind Amazon EC2, Google Compute Engine oder DigitalOcean Droplets. Im Vergleich zu PaaS bietet IaaS deutlich mehr Freiheit und Kontrolle: Man kann praktisch jede beliebige Software-Konfiguration aufsetzen und ist nicht an die Vorgaben einer Plattform gebunden. Diese Freiheit hat jedoch ihren Preis in Form von erheblich mehr Eigenverantwortung – Betriebssystem-Updates, Sicherheitspatches, Skalierungsentscheidungen und die gesamte Serverkonfiguration liegen vollständig beim Kunden selbst. IaaS eignet sich deshalb besonders für Unternehmen mit eigenem, erfahrenem IT- oder DevOps-Team, das spezifische, oft komplexe Anforderungen an die Infrastruktur hat, die eine fertige PaaS- oder SaaS-Lösung nicht abdecken könnte. Für kleinere Projekte ohne dedizierte technische Ressourcen ist der Verwaltungsaufwand von reinem IaaS oft schwerer zu rechtfertigen als die Bequemlichkeit einer PaaS-Lösung.