CDN (Content Delivery Network)

Alltags-Analogie

ein Bäckerei-Filialnetz, das in vielen Stadtteilen gleichzeitig Brot anbietet, statt dass jeder Kunde quer durch die ganze Stadt zur einzigen Hauptfiliale fahren muss

Was steckt dahinter?

Ein CDN funktioniert wie ein Bäckerei-Filialnetz, das in vielen Stadtteilen gleichzeitig Brot anbietet, statt dass jeder Kunde quer durch die ganze Stadt zur einzigen Hauptfiliale fahren muss. Ein Content Delivery Network besteht aus zahlreichen Servern, die geografisch über die ganze Welt verteilt sind und Kopien häufig abgerufener Inhalte – etwa Bilder, Videos, CSS- und JavaScript-Dateien – vorhalten. Ruft ein Nutzer in Australien eine Webseite auf, deren eigentlicher Hauptserver in Europa steht, würde die Datenübertragung über die lange Distanz spürbar Zeit kosten. Mit einem CDN lädt der Nutzer stattdessen vom geografisch nächstgelegenen CDN-Server, was die Ladezeit erheblich verkürzt. Bekannte Anbieter solcher Netzwerke sind Cloudflare, Amazon CloudFront oder Fastly, die häufig zusätzlich Sicherheitsfunktionen wie Schutz vor DDoS-Angriffen mitliefern. Neben der reinen Geschwindigkeit hat ein CDN auch positive Effekte auf die Ausfallsicherheit, da der eigentliche Hauptserver durch die Auslagerung vieler Anfragen entlastet wird, und auf die SEO-Performance einer Webseite, da Ladezeit ein direkter Rankingfaktor bei Suchmaschinen wie Google ist. Für Webseiten mit internationalem Publikum gehört ein CDN heute praktisch zur Grundausstattung professioneller Infrastruktur.