Cross-Platform-Entwicklung

Alltags-Analogie

einem einzigen, durchdachten Bauplan vergleichen, aus dem sich Häuser für ganz unterschiedliche Grundstücke errichten lassen, statt für jedes einzelne Grundstück eine komplett eigenständige, neue Planung erstellen zu müssen

Was steckt dahinter?

Cross-Platform-Entwicklung lässt sich am besten mit einem einzigen, durchdachten Bauplan vergleichen, aus dem sich Häuser für ganz unterschiedliche Grundstücke errichten lassen, statt für jedes einzelne Grundstück eine komplett eigenständige, neue Planung erstellen zu müssen. Bei diesem Entwicklungsansatz wird eine einzige Codebasis genutzt, um Anwendungen für mehrere Plattformen gleichzeitig zu erstellen – typischerweise für iOS und Android – statt für jede Plattform separaten, vollständig nativen Code in der jeweiligen plattformeigenen Programmiersprache zu schreiben. Neben Ionic, das auf Web-Technologien setzt, existieren weitere bekannte Ansätze für Cross-Platform-Entwicklung, etwa Flutter von Google oder React Native von Meta, die jeweils eigene Programmiersprachen beziehungsweise Frameworks nutzen, aber das grundsätzliche Versprechen teilen: einmal entwickeln, auf mehreren Plattformen ausliefern. Der konkrete Trade-off zwischen den verschiedenen Cross-Platform-Lösungen unterscheidet sich dabei in Details wie Performance, Zugriffsmöglichkeiten auf native Funktionen und der Größe der verfügbaren Entwicklergemeinschaft. Der wirtschaftliche Vorteil von Cross-Platform-Entwicklung liegt klar auf der Hand: Statt zwei getrennte Entwicklerteams für iOS und Android zu benötigen, die jeweils eigene Bugs beheben und Funktionen unabhängig voneinander implementieren, pflegt ein einziges Team eine gemeinsame Codebasis. Dieser Vorteil bei Entwicklungsgeschwindigkeit und Kosten geht in der Praxis manchmal mit gewissen Kompromissen bei der maximal erreichbaren Performance oder beim Zugriff auf brandneue, plattformspezifische Funktionen einher, die bei vollständig nativer Entwicklung oft etwas früher verfügbar sind.