einem universellen Übersetzer-Adapter vergleichen, der es einer Web-Anwendung erlaubt, mit den unterschiedlichen “Steckdosen” – also den jeweiligen nativen Funktionen – eines iOS- oder Android-Smartphones zu kommunizieren, obwohl die Anwendung selbst eigentlich nur Web-Technologien spricht
Was steckt dahinter?
Capacitor ist eine von den Machern des Ionic Frameworks entwickelte Laufzeitumgebung und lässt sich am besten mit einem universellen Übersetzer-Adapter vergleichen, der es einer Web-Anwendung erlaubt, mit den unterschiedlichen “Steckdosen” – also den jeweiligen nativen Funktionen – eines iOS- oder Android-Smartphones zu kommunizieren, obwohl die Anwendung selbst eigentlich nur Web-Technologien spricht. Capacitor verpackt eine fertige Web-Anwendung in eine native App-Hülle und stellt darüber hinaus eine standardisierte JavaScript-Schnittstelle bereit, über die auf Gerätefunktionen zugegriffen werden kann. Möchte eine Ionic-App beispielsweise ein Foto mit der Kamera aufnehmen, ruft sie dafür im JavaScript-Code eine entsprechende Capacitor-Funktion auf. Im Hintergrund übersetzt Capacitor diesen Aufruf dann automatisch in die jeweils passende native Anbindung – auf einem iPhone wird die iOS-eigene Kamera-Schnittstelle angesprochen, auf einem Android-Gerät die entsprechende Android-Schnittstelle, ohne dass Entwickler diesen plattformspezifischen Unterschied im eigenen Code selbst berücksichtigen müssten. Über sogenannte Plugins lässt sich der Funktionsumfang von Capacitor zusätzlich erweitern, etwa um Zugriff auf Push-Benachrichtigungen, biometrische Authentifizierung über Fingerabdruck oder Gesichtserkennung, oder die Möglichkeit, Dateien lokal auf dem Gerät zu speichern. Da Capacitor aktiv weiterentwickelt wird und eine wachsende Plugin-Bibliothek bietet, lässt sich damit ein großer Teil der Funktionalität abdecken, die früher ausschließlich vollständig nativ entwickelten Apps vorbehalten war.