einem Baukasten aus einzelnen, klar definierten Bauklötzen vergleichen, aus denen sich eine Seite Stück für Stück zusammensetzen lässt, statt einen einzigen, unstrukturierten Fließtext-Bereich zu befüllen, wie es in älteren WordPress-Versionen üblich war
Was steckt dahinter?
Der Block Editor, ursprünglich unter dem Projektnamen “Gutenberg” entwickelt, ist der seit WordPress 5.0 standardmäßig integrierte Editor zur Erstellung von Inhalten und lässt sich am besten mit einem Baukasten aus einzelnen, klar definierten Bauklötzen vergleichen, aus denen sich eine Seite Stück für Stück zusammensetzen lässt, statt einen einzigen, unstrukturierten Fließtext-Bereich zu befüllen, wie es in älteren WordPress-Versionen üblich war. Jeder Absatz, jedes Bild, jede Überschrift und jedes eingebettete Element wird im Block Editor als eigenständiger “Block” behandelt, der sich unabhängig formatieren, verschieben und anpassen lässt. Dieser blockbasierte Ansatz bringt gegenüber dem klassischen, freien Texteditor erhebliche Vorteile mit sich: Jeder Block bietet genau die Einstellungsmöglichkeiten, die für seinen spezifischen Inhalt sinnvoll sind – ein Bild-Block erlaubt etwa das Anpassen von Bildausschnitt und Bildunterschrift, während ein Überschrift-Block die Auswahl der Überschriftenebene (H2, H3 usw.) ermöglicht. Zudem lassen sich Blöcke beliebig per Drag-and-drop neu anordnen, was die Struktur eines Artikels deutlich flexibler gestaltbar macht als bei einem klassischen, linearen Texteditor. Mit der Einführung sogenannter Block Themes und der vollständigen Site Editing-Funktionalität reicht der Block Editor heute weit über die reine Artikelerstellung hinaus: Auch Header, Footer und globale Designeinstellungen einer kompletten Webseite lassen sich direkt im Block Editor visuell gestalten, ohne dafür PHP-Code im zugrunde liegenden Theme anpassen zu müssen. Diese Entwicklung positioniert den nativen Block Editor zunehmend als ernstzunehmende, kostenlose Alternative zu kommerziellen Page Buildern wie Elementor.