Ein Prototyp ist ein klickbares Modell einer Webseite oder App, das in der Regel auf einem fertigen Mockup aufbaut.
Was steckt dahinter?
Ein Prototyp ist ein klickbares Modell einer Webseite oder App, das in der Regel auf einem fertigen Mockup aufbaut. Anders als beim Mockup kann man hier tatsächlich von einer Seite zur nächsten navigieren, Menüs öffnen oder durch einen Bestellprozess klicken – allerdings läuft im Hintergrund noch nichts Echtes. Es werden keine echten Daten gespeichert, keine E-Mails verschickt und keine Datenbank befüllt; alles ist Attrappe, ähnlich einem Filmset, bei dem die Häuserfassaden zwar echt aussehen, aber dahinter nichts als Gerüst steckt. Der große Vorteil eines Prototyps liegt darin, dass sich Abläufe und Nutzerführung schon vor der eigentlichen Programmierung testen lassen. Stakeholder, Kunden oder potenzielle Nutzer können den Prototyp ausprobieren, Feedback geben, und dieses Feedback lässt sich noch vergleichsweise günstig einarbeiten – deutlich günstiger, als wenn dieselben Probleme erst nach der vollständigen Entwicklung auffallen. Tools wie Figma oder InVision erlauben es, verschiedene Bildschirme per Klickflächen miteinander zu verbinden, sodass eine realistische Demo entsteht, ohne dass eine Zeile Code geschrieben wird. In agilen Projekten wird der Prototyp häufig iterativ verfeinert: Erste Version zeigen, Feedback einholen, anpassen, erneut zeigen. So nähert man sich Schritt für Schritt an, wie sich die finale Anwendung verhalten soll, bevor Entwicklerressourcen in die tatsächliche, technisch aufwendigere Umsetzung fließen.